Winzige Kugeln verstecken sich in Ihrem Display
Flüssigkristall- und organische LED-Displays haben tragbare Computer revolutioniert. Sie bestehen ebenfalls aus Glas. Was ein Problem darstellt: Wie bekommen wir elektrische Signale von Glasfaserleiterplatten zu den Glasdisplays? Die Antwort ist doppelseitiges Klebeband. Aber wir reden hier nicht von Klebeband. Wie [Breakingtaps] erklärt, hat dieses Band einen Trick im Ärmel.
Der Zauber besteht darin, dass das Band nur in der vertikalen Ebene leitet. Darüber hinaus sind zwei beliebige leitende Abschnitte des Bandes voneinander isoliert. Wie macht es das? Natürlich magische Bohnenbällchen!
Das Klebeband und der Kleber sind Isolatoren. Im Kleber sind winzige Kügelchen eingebettet. Die Kugeln bestehen aus Kunststoff und sind mit Metall beschichtet. Wenn das Band (auch bekannt als ACF oder anisotroper leitfähiger Film) zwischen eine Leiterplatte mit Leitern und Glas gedrückt wird, werden einige Kugeln zwischen den Schichten zusammengedrückt. Zwischen den gequetschten Kugeln werden elektrische Signale übertragen, sodass ein Bild auf der Glasscheibe angezeigt werden kann. Im letzten Schritt wird der Klebstoff durch Hitze und Druck verklebt und ausgehärtet. Sie können das Material auch in Pastenform erhalten, wenn Ihnen das Klebeband nicht gefällt.
Das System funktioniert so gut, dass es für Verbindungen von einem Siliziumchip direkt zum Glas verwendet werden kann. Auf diese Weise werden viele Display-Controller direkt am Modul montiert – definitiv eine Verbesserung gegenüber den Gummistreifen, die früher bei LCDs verwendet wurden.
